Trainingsblog Marathon 2017

Es geht wieder los. In diesem Jahr unter anderen Voraussetzungen als die Jahre zuvor. Dieses Jahr laufe ich als Pace-Läufer für den Hamburg Marathon für die Zeit: 4:59:59h. Also kein Angriff auf eine neue Bestzeit, stattdessen eine sehr lange Zeit laufen in einem langsamen Tempo. Das gute daran ist, dass ich auch in der Marathonvorbereitung im Laufwerk Hamburg eine Rolle spiele. Dort bin ich für die Gruppe der 7:30min/km Gruppe mit verantwortlich. Da ich alle Läufe dort mitmache ist das natürlich schon mal eine gute Vorbereitung auf die entsprechende Pace. Nun denn…mögen die Spiele beginnen 🙂

Woche 1: 51,5km
Es ging ganz gut. Nebenher (lustige Formulierung…) versuche ich ja gerade, mein Gewicht zu reduzieren, so dass ich überwiegend wenig Kohlenhydrate zu mir nehme. Da muss ich noch ein wenig an den Trainingstagen herumexperimentieren. Der lange Lauf am Sonntag war das eigentliche Highlight. Nach einer guten Stunde Beachvolleyball und einem Pancake-Carboloading ging es ganz gut, wobei ich im Schnitt noch zu schnell gewesen bin. Ok, war ja auch der erste lange Lauf, da ist noch Verbesserungspotential da.

Woche 2: 65,4km
Ernährung funktioniert besser, Gewicht geht weiter runter, Läufe werden besser. So kann man Woche 2 zusammenfassen. Der lange Lauf wurde mit der Laufwerk-Marathon-Gruppe absolviert, 2:20h vom Stadtpark ins Niendorfer Gehege und retour. Ich gebe zu, ich hatte ein wenig Angst, da ich so langsam noch nie so lange gelaufen bin. Ging aber hervorragend 🙂

Woche 3: 67,3km
Ich wiederhole mich, aber es läuft gut. Ins Tempotraining komme ich langsam rein und erinnere mich daran, dass es die Jahre vorher genau so gewesen ist. Der lange Lauf wurde auf Freitag verlegt. Da habe  ich mich im Tempo gedrosselt, bin dann ca 4km kurz vorm Ende nochmal mit „Endbeschleunigung“ gelaufen und habe die letzten 1,5km mit lockerem Auslaufen verbracht. Das konnte ich bisher noch nie, hat mir aber echt gut gefallen!

Woche 4: 70km
Erneut eine gute Woche, ich bin uHu und freue mich wahnsinnig drüber. Tempotraining auf der JKB war richtig gut. Am Freitag bin ich 15km gelaufen. Davon die erste Hälfte zügig, allerdings ungewollt und den Rest dann in 5:52min/km ruhiger. Am Sonntag dann 2:40h mit dem Laufwerk vom Stadtpark ins Alstertal. War richtig gut und ich hatte den Bedarf im Anschluss noch ne halbe Stadtparkrunde zu drehen…in 5:40min/km. Da bekomme ich schon fast Angst vor mir. Das Gewicht schwindet und ich werde immer fitter. Schön und Spaß dabei! So kann es weitergehen….

Woche 5: 67,5km
Montag: Laufgruppe GWH…es lief gut, habe am Schluss noch 2km rangehängt…mir war danach 🙂 Auch so lief die Woche ganz gut. Mittwoch Tempotraining. Ich habe es mal nüchtern durchgeführt und kam damit auch ganz gut klar. Am Freitag dann mein langer Lauf. Gut 25km mit Endbeschleunigung. Es läuft einfach. Am Sonntag habe ich dann die Sunderrunde gedreht, 13km in 5:45min/km. Zufrieden 🙂

Woche 6: 65km
Laufgruppe am Montag mit den Anfängern die erste Runde, danach noch was rangehängt und den Rest der Truppe getroffen, da musste ich dann nochmal n bißchen mehr tun 🙂
Mittwoch hatte ich Tempotraining. Das war hervorragend, habe 300m Intervalle gemacht mit 100m Trabpause. Am Freitag dann ganz spontan mit Kayscho ne Runde durch den Sunder gedreht und am Sonntag stand wieder ein langer 3h Lauf als Pace für die 7:30min/km Gruppe mit dem Laufwerk Hamburg an. 3h in 7:30min/km…. hat Spaß gemacht. Freue mich schon auf die nächste Woche.

Woche 7: 66,2km
Eine gute Woche. Montags mit der Laufgruppe knapp 14km gelaufen, das Tempotraining absolviert und Donnerstag noch ne Extrarunde gemacht. Am Freitag dann durch den Sunder und der #prima nach meinem Lauf sagt ja einiges aus 🙂 Am Sonntag war ich dann der Pacer beim GetReady-Lauf in den Harburger Bergen mit #mizuno und dem #laufwerkhamburg. 2 Runden in 7:30min/km waren die Aufgabe, dazu dann noch 7km dran gehängt und schon waren gut 27km gelaufen. Keine Bilder, da es geschifft hat wie aus Eimern….

Woche 8: 79,3km
Wieder lief es gut, am Dienstag noch n paar Runden mit den Barfußschuhen gedreht, danach allerdings mächtig die Wade gemerkt…..Am Sonntag den langen Lauf in den Harburger Bergen absolviert…
4-Steine-2-Eichen-Lauf über 30km. Es war n Traum…

Woche 9: 65,5 plus 50km bike2work
Gut 14km am Montag und das nach dem Sonntagslauf, naja, es läuft im Moment. Highlight war definitiv der Sonntag. Die Gruppe mit Ines getauscht, war ich Leiter der 7:00min/km-Gruppe und nachdem dann drei Stunden in 6:50min/km absolviert waren bin ich mit Michael noch gut 3km durch den Stadtpark. Die Pace dann bei 5:40min/km. Es ist wirklich klasse, was im Moment aus dem Körper rauszuholen ist.

Woche 10: 64,4km
Montag wieder Laufgruppe, knapp 14km, beim Tempotraining am Dienstag habe ich diesmal mitgemacht und auch das lief sehr gut. Ab Freitag ging es dann in den Osterurlaub, der am Sonntag mit dem letzten langen Lauf endete. 31km in 6:15min/km. Ich will mal so sagen….erneut sehr zufrieden!

Woche 11: 59,8km
Urlaubswoche, tapern, laufen dabei aber nicht vergessen. Am Freitag nochmal 20km angegangen. Mit der Pace von 5:56min/km bin ich sehr zufrieden und fühle mich fit für die Aufgabe 🙂

Woche 12: 28,8km bisher
Montag: Laufgruppe………………………..10,1 km 5:48min/km
Dienstag: Tempotreff…………………………7,2km 6:55min/km
Mittwoch: Laufanfänger…………………….5,3km 8:02min/km
Donnerstag: kurzes Ding und langsam..6,3km 5:30min/km
Samstag: ganz kurzes Ding, langsam….. ausgefallen 🙂

Raceday:

Mit Ballon zu laufen war für mich ja das erste Mal. Es hat schon was von einem Promi, wenn man den zugewiesenen Startblock betritt. Kommen doch viele interessierte Läuferinnen und Läufer auf einen zu und fragen nach der Strategie für das Rennen. Mein Plan war, konstant von KM 1 bis ins Ziel zu laufen. Dazu hatte ich mir einen Zettel ausgedruckt, auf dem für jeden einzelnen Kilometer die entsprechende Zeit eingetragen war. Das hat bis zu den Landungsbrücken ganz gut funktioniert. Danach war stellte ich fest, dass der Zettel aus der Tasche gefallen war (der Clip zum Befestigen war einen Kilometer vorher kaputt gegangen….). Also habe ich jeden Kilometer auf dem Handy kontrolliert, wo ich den Zettel zuvor fotografiert hatte. Lustig, wenn Du bei KM 14 aufs Handy guckst und ein Teil der Gruppe sich fragt, ob der Paceläufer denn ausgerechnet jetzt seine E-Mails checken muss 🙂 Zuvor, in der Elbchaussee, musste ich doch mal kurz hintern Busch, klärte das mit einem Mitläufer in einem auffälligen Shirt ab (damit ich den danach auch wiederfinde) und drehte bei, hinter einen Rhododendronbusch…das führte zu Irritationen in der Gruppe. Es kam sogar ein Läufer mit, weil er den Paceläufer nicht verlassen wollte (hatte er mit seiner Frau so abgesprochen 🙂 )…lustig, lustig…. Man sagte mir vorher, dass es als Paceläufer bei der Tempogruppe eine Party werden wird….Von KM 1 bis ins Ziel…so kam es. Es war, trotz des recht bescheidenen Wetters, ein toller Lauf. So ab KM 30 wurde die Gruppe um mich herum kleiner. Zuvor waren wir so 50-60 Läufer in der Gruppe. Ins Ziel habe ich, zumindest von denen, die ich drauf hatte, so etwa 10 LäuferInnen gebracht. Zahlreiche Selfies mussten erledigt werden und ich hatte für mich so das Gefühl…..ich müsste mich noch bewegen. Klingt n bißchen arrogant, soll es aber nicht 🙂
Fazit: Toll! Aber im nächsten Jahr möchte ich gerne meine PB angreifen 🙂